Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen im sozialen Entschädigungsrecht
Fortbildungsveranstaltung für Ärzte und Psychotherapeuten
Aktuelle Veranstaltung in Berlin:
3. bis 5. September 2010
Weitere Informationen zum Programm finden Sie in dem aktuellen Infoflyer:
Flyer Begutachtung 2010
Im Rahmen von Verfahren im sozialen Entschädigungsrecht (OEG/ StRehaG/ BG/ GUV) war in der Vergangenheit häufig festzustellen, dass klinische Gutachter in der Kausalitätsbeurteilung psychisch reaktiver Traumafolgen oft zu extrem unterschiedlichen Ergebnissen gelangt sind. Neben symptombedingter Behinderung der Exploration und besonderen Beziehungsaspekten, die die Objektivität der gutachterlichen Beurteilung beeinträchtigen können, sind es eine Vielzahl möglicher komorbider Störungen, die psychisch reaktive Traumafolgen überlagern und so zu Fehlbeurteilungen bei der Begutachtung führen können. Eine schädigungsunabhängige psychische Vorerkrankung macht die Beurteilung vollends schwierig.
Entsprechend der vor 5 Jahren eingeführten curricularen Fortbildung der Bundesärztekammer „Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen in aufenthaltsrechtlichen Verfahren“, die schon in mehreren Bundesländern von den Landesärztekammern mit großem Erfolg durchgeführt wird, bieten das Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin und die gemeinnützige Gesellschaft Catania eine entsprechende Fortbildung zur Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen im sozialen Entschädigungsrecht an. Sie soll nach erfolgreicher Teilnahme psychologische und ärztliche Fachkollegen in die Lage versetzen, klinische Gutachten zu Fragen nach dem Vorliegen psychisch reaktiver Traumafolgen und ihrer Genese in sozialrechtlichen Verfahren fachkompetent zu erstellen.
Die Veranstaltung ist mit 24 Punkten von der Berliner Ärztekammer zertifiziert (beantragt).
Programmgestaltung
Dr. med. Ferdinand Haenel, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie am Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin, Leiter der Tagesklinik bzfo
Dr. phil. Doris Denis, Psychologische Psychotherapeutin, Verhaltenstherapeutin mit Zusatzqualifikation in spezieller Psychotraumatherapie (DeGPT), Vorstandsmitglied der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie
Barbara Wüsten, Rechtsanwältin, Leiterin des Referats Opferhilfe/Sozialrecht beim WEISSEN RING e.V.
Zielgruppen
- Ärzte und psychologische Psychotherapeuten. Die Fortbildung soll psychologische und ärztliche Fachkollegen in die Lage versetzen, kompetente psychotraumatologische Kausalitätsgutachten zu erstellen.
- Ärzte und Psychologen, die nicht begutachten, sondern Patienten mit psychischen Traumafolgestörungen behandeln und aus dem Behandlungskontext heraus immer wieder zu Attesten und Stellungnahmen von Seiten der Behörden wie auch ihren Patienten aufgefordert werden.
Wissenschaftliche Leitung und inhaltliche Auskünfte
Dr. med. Ferdinand Haenel,
Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin
Tel: 030 / 30 39 0621
Dr. phil. Doris Denis, Tel: 030 / 53 60 59 63
Kontaktdaten des Veranstalters
Catania gemeinnützige GmbH
Turmstraße 21 • 10559 Berlin
Telefon: 030 - 30 39 06 70
Telefax: 030 - 30 61 43 71
Mail: mail@catania-online.org